Anti-Papier-Gesetz: Dokumentenverwaltung mal anders

Wer bei der Überschrift kurzzeitig ins Grübeln kam, bestätigt zwei Dinge.

  1. Deutschland ist offenbar überreguliert. 
  2. Dass Papierverschwendung alltäglich ist, ist bereits im Unterbewusstsein angekommen, denn wir halten es für tatsächlich möglich, dass offizielle Auflagen folgen.

An Punkt 1 können wir akut nichts ändern. Bei Punkt 2 hingegen sind es keine Auflagen, sondern viel eher Optionen, die wir nutzen sollten: Das Bundeskabinett hat das Gesetz zur Durchführung der eIDAS-Verordnung der EU verabschiedet. Das bedeutet, dass jetzt viele Prozesse auch digital und gleichzeitig legal möglich werden, die zur Dokumentenverwaltung zählen. Was genau? Zum Beispiel  die Unterschrift, der elektronische Zeitstempel oder das elektronische Behörden- bzw. Firmensiegel.

Was soll das? 

Erleichtern soll das - und zwar sowohl die Arbeit als auch den Papierkorb sowie die Umwelt. Indem Materialscheine, Stundenzettel oder Rechnungen digital abgewickelt werden, steigt die Effizienz, während der Ressourcenverbrauch sinkt. Machen doch sowieso schon alle? Von wegen! 75 Prozent der Unternehmen nutzen hierfür laut Bitkom nach wie vor Papier, wenngleich immerhin 46 Prozent einige Stapel der Aktenberge bereits digitalisiert haben. Und: Es  wird stärker darüber nachgedacht, ob ein bestimmtes Blatt wirklich gedruckt werden muss.

Ein erster, zweiter und dritter Schritt sind also bereits getan. Bereit für den vierten